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In meinem „schlauen“ Buch, meiner Thompson Studienbibel steht in Johannes 4 Vers 16a folgender bemerkenswerter Satz: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“. Denn schon Jesus Christus war ein Mensch, der sich als ein Wesen dieser Welt verstand.MAutor Gerald HolzschuhAutor Gerald Holzschuh

Seine Haltung war nicht, sich von der Welt bleibend abzukehren, sich der Welt zu entziehen, aus der Welt zu flüchten. Jesus Christus flüchtete auch nicht vor sich selbst. Es ist kein „Sich-selbst-Niedermachen“, kein „sich selbst Abbauen“, kein „Selbstmordanschlag, um ins Paradies zu kommen“ zu erkennen. Jesus lebt und lebte nicht in der Stille der Wüste, war auch nicht im Kloster, wo er sich der Welt entzog. Er wirkte und lebte mitten unter den Menschen, so wie er Heute auch in und mitten unter Menschen lebt und wirkt. Jesus Christus ist dort zu finden, wo Sie Ihn nie vermuten würden, auch und ganz besonders im Heute.

Ich habe am 18.4.2016 die UNO-Generalversammlung miterleben dürfen, wo sich die Vertreter Israels und des Palästinensischen Volkes sich gegenseitig heftigst und wütend und immer lauter werdend, angeblafft haben. Wo der Eine drohend und stur dem Anderen die Grausamkeiten, die Morde an den unschuldigen Bürgern, vorwarf. Und wo der Andere nichts schuldig blieb in den Gegenanklagen. Und die Vertreter der restlichen Welt hörten zu. Mischten sich nicht ein. Was für mich zu sehen war, ist der gegenseitige Hass. Was für mich zu erkennen war, ist dieser unversöhnliche gegenseitige Hass. Schade, denn beide Völker stammen laut den Schriften vom selben Gott ab.

Als Araber in den dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, den ankommenden Menschen im heutigen Israel, an sich wertloses, weil nicht bewirtschaftetes, staubiges und steiniges, unfruchtbares Land zu überhöhten Preisen verkauften, hat sicherlich noch Niemand daran gedacht, dass es einmal zu solchen wirklich unmenschlichen Handlungen beider Seiten kommen würde. Denn schon bald mussten die Verkäufer - die Araber - erkennen, dass da Menschen waren, die mit Gottes Kraft und eisernem Willen, mit viel Fleiss und Genialität, aus dem wertlosen Land fruchtbare Erde hervorzauberten. Ganz einfach dadurch, dass sie dieses mit ausreichend Wasser versorgten und den Samen von Feldfrüchten, wie auch schon in der Urzeit üblich, in den Boden setzten.

Der Hass, der in der UNO-Sitzung förmlich zu greifen war, hat damals den Anfang genommen. Denn nachdem das Land fruchtbar war, wollten es die Araber - notfalls mit Gewalt gegen die Menschen - wie auch zu allen Zeiten vorher schon - es den Menschen dort wieder wegnehmen. Doch diese liessen das so nicht zu und wehrten sich. Erfolgreich. Und meiner Meinung nach zu Recht. So wie sich jeder Mensch, dem Unrecht geschieht, zur Wehr setzen wird, so lange ihm das möglich ist. Die Menschen im heutigen Israel sind genau so viel wert, als wie ein jeder anderer Mensch, egal welcher Hautfarbe oder Art oder Herkunft. Gott hat Allen das Leben gegeben.

Aber auch die Möglichkeit, aus diesem Leben was zu machen oder nicht. Und die Araber, die vorher Besitzer dieses an sich wertlosen Landes waren und es den Fremden gegen teures Geld und Gold verkauften, mussten damit rechnen, dass diese Menschen das Land nach ihren Möglichkeiten nutzen würden. Denn sie selber waren nicht willens, Etwas gegen die Unfruchtbarkeit des Bodens zu unternehmen. Vielleicht aber waren sie auch nicht intelligent genug, um zu erkennen, welche Möglichkeiten in ihrem Land vorhanden waren. Was fehlte war, das ist sichtbar, der Wille der Veränderung des Bodens zu ihrem Vorteil. Der Neid, der dann sehr bald entstand, ist der Beweis dafür. Heute wie damals, wehren sich die Menschen in Israel zu Recht!

Das möchte ich hier einmal festgehalten haben. Doch sich zu wehren und selbst genau dasselbe zu machen machen, wie die Angreifer, ist eine ganz andere Sache. Denn es trifft immer unschuldige Menschen. Meine Arbeit als Internet-Seelsorger seit fast 19 Jahren bei undGott.de beruht auf dieser Erkenntnis, dass Veränderung nur durch Einsicht und das Wort geschieht. Das alte drakonische Verhalten von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ sollte eigentlich nach so vielen tausenden und leidvollen Jahren für die Menschen, und der daraus resultierenden Folgen und Einsichten, überwunden sein. Ist es aber scheinbar nicht. Denn „Gottes Zorn“ - und wir sind wieder beim eigentlichen Thema - doch Gottes Zorn ist fürchterlich! Für beide Seiten.

Doch wer ist es, der Gottes Zorn so deutlich in den Vordergrund stellt und sich dahinter versucht zu verstecken? Wer sind die Menschen, die den Nachbarn aus dem Land jagen, nur weil dieser eine andere Sicht auf die Dinge des Lebens hat? Wer versteckt sich feige hinter der Aussage, dass „Gottes Zorn“ nun wirkt? Es sind, wo immer ich hinsehe, immer Menschen, die sich so grausam und ungöttlich und unmenschlich verhalten und sehe da nirgendwo Gott. Ich sehe da nirgendwo die Liebe. Kann es vielleicht sein, dass alle diese Grausamkeiten nur deswegen geschehen, weil offengelegt werden soll, dass die Lehre über Gottes Zorn nur eine bequeme Erfindung des Menschen ist, mit der sich leichter das Gewissen ausschalten lässt?

Ist es nicht interessant zu beobachten, dass gerade in den Glaubensformen eines monotheistischen Gottes, (Judentum, Christentum, Islam und Glaubensrichtungen daraus) Gottes Liebe zu uns Menschen sich in Zorn verwandelt, wenn die Anforderungen an diese Liebe nicht erfüllt werden? Wenn wir nicht befolgen, was Gott von uns will? Wenn wir nicht erfüllen, was die vom Heiligen Geist inspirierten „Männer“ (KEINE Frauen!!!) in Worten in Heilige Bücher geschrieben haben? Kann es sein, dass wenn Frauen vom „Heiligen Geist“ inspiriert wären und aufgeschrieben hätten, was Gott von uns will, ein ganz anderes Gottesbild vermittelt würde? Ein Bild der Barmherzigkeit und Liebe vielleicht?

Gottes Liebe ist meiner Erfahrung und Einschätzung und Erkenntnis nach bedingungslos. Und das zeigt dann, dass eine Annahme - denn mehr ist es nicht - dass Gott zornig werden kann, nicht mehr haltbar ist. Auch wenn im alten Testament steht, dass durch Gottes Hand und auf Gottes Befehl Millionen von Menschen grausam umgebracht wurden und werden. Denn wenn Menschen in gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt vor der Meinung und Idee des Anderen diesen suchen und finden würden, wäre die Realität Gottes meines Verständnisses, schon da. Auch sofort sichtbar. Wir haben dann die Realität Gottes - Liebe, nichts als Liebe - in unserem Leben.

Furcht vor einem zornigen Gott ist eine absurde Erfindung, die wir dann überwunden haben.

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