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Fülle - „Die Fülle ist mein“ spricht der Herr! 

Wer kennt den Satz nicht, der so Vielen so arg aufstosst und die sich erzürnen darüber, weil sich bei ihnen die Fülle nicht einstellen will.

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal einen Gottesdienst in einer sehr lebendigen, kirchlichen Gemeinschaft in Rotterdam in den Niederlanden besuchte, wunderte ich mich darüber, dass die Frau des Leiters der Gemeinde ein fettes, goldenes Armband sowohl auf den Schultern wie an beiden Händen trug und die Finger beringt waren mit sichtbaren Edelsteinen wertvollster Art. Und sie trug den wirklich sehr schönen und sehr wertvollen Schmuck mit Würde, ich dachte bei mir ohne Neid: „der passt zu ihr“. Es ergab sich, dass sie mich gleich nach dem Gottesdienst zu einer Tasse Kaffee einlud. Ich fragte sie, warum sie so viel teuren Schmuck tragen würde, weil es mich interessierte, was sie dazu zu sagen hatte.

Sie sah mich, bevor sie anfing zu erzählen, einige Augenblicke an. So als wollte sie abschätzen, ob ich das, was kommen sollte, vertragen würde oder nicht. Dann erzählte sie mir aus dem Leben von ihr und ihrem Mann und zu seiner Berufung für Gott zu arbeiten. Sie erzählte ohne zu jammern von sehr schweren Zeiten. Von Zeiten des Verzichts und des Hungers. Doch in Allem vertraute sie immer darauf, dass das, was in ihrer Bibel stand wahr sei. Und so erzählte sie, dass sie, während ihr Mann in einem Seelsorgegespräch war, wie so oft die Bibel aufschlug und den Satz: „die Fülle ist mein“ las. Wie elektrisiert verharrte sie, so erzählte sie mir, in Gedanken an diesem Satz einige Tage lang und lies diesen so sonderbaren Satz auf sich wirken.

Eines Nachts hatte sie einen Traum, in dem sie aufgefordert wurde in ihrer Bibel, wenn sie wieder wach sei, nach dem Wort „Fülle“ zu fahnden. Und am Morgen jedoch, hatte sie den Traum wieder vergessen. 

Am folgenden Sonntag hatte ihr Mann ein Predigtthema vorbereitet, das mit den Worten begann: „was steht uns Christen nach dem Wort zu und was nicht?“ und dann blieben ihr in der Predigt selbst die Wortfetzen im Gedächtnis von „gerütteltem, geschüttelten übervollen Mass der Dinge“ hängen. Was hatte ihr Mann da gepredigt? Er, der kaum zu Essen hatte sprach vom übervollen Mass der Dinge, das Gottes Kindern widerfahren wird? Es reichte in ihrer Familie kaum dazu, den teuren Wohnwagen, den sie für die Mission angeschafft haben, in Raten zurück zu zahlen und er sprach vom Überfluss?

Während sie das erzählte und dann eine Pause einlegte, um aus ihrer Kaffeetasse zu trinken, konnte ich förmlich ihre damalige Empörung spüren, die sie gehabt haben musste. Sie stellte die Tasse wieder hin und erzählte in einem ganz anderen Ton plötzlich darüber, was Gott sie Alles erfahren hat lassen, bis hin zum Überfluss der Dinge. Und eines Tages schenkte ihr Mann das dicke, schwere Goldhalsband. Und in der Folge dann die Armbänder, die Ringe und den weiteren Reichtum, welche die Familie besass. Und dann sah sie mich an, den Flüchtling aus Oostenrijk. Und sie sah merkwürdig schön aus mit ihrem Schmuck, den sie als Frau offenbar mit ganzem weiblichen Stolz zur Schau trug.

Was sie nicht wusste war, dass ich seit einigen Tagen Nichts gegessen hatte und die heisse Tasse Kaffee und das Keks, das „kukiee“ wie sie es nannte, mir sichtlich gut tat. Zum Schluss erzählte sie noch, dass sie in ihrem langen Leben Eines ganz sicher gelernt hat, nämlich dass für wirkliche Gotteskinder in Allem immer gesorgt ist, auch wenn es das Gotteskind nicht gleich sieht, das dem so ist. Aber so meinte sie treuherzig: „Gott liebt Dich mehr als Du Dir vorstellen kannst und Gott weiss ganz genau, was Dir Heute oder Morgen guttut und was nicht.“ Sagte es, stand auf und weg war sie. GH

 


 

Gerald HolzschuhGerald HolzschuhSeit vielen Jahren sind wir, bin ich in der Seelsorge tätig. Still und ohne viele Worte darüber zu verlieren, dienen wir, diene ich Gott.

Wir geben Gott einen Ausdruck als Mensch.

Wer mein Leben kennt weiss, dass dies nicht immer leicht gewesen ist.

Doch Gott war immer da und hat mich vor den Dingen bewahrt, die nicht die Meinen sein haben sollen. Danke Gott dafür! GH

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